Schmetterlinge gehören zu den Insekten. Es gibt auf der ganzen Welt ungefähr 170 000 verschiedene Arten. Neben den schönen Bunten gibt es auch Unscheinbare und gut Getarnte. Auch Motten werden beispielsweise zu den Schmetterlingen gezählt.

Es gibt Arten, die tagsüber zu finden sind. Andere Arten sind nur nachts andere wiederum nur in der Dämmerung unterwegs. Eins haben jedoch alle gemeinsam. Ihre zarten Flügel sind mit Hautschuppen besetzt, die dachziegelartig angeordnet sind und dem Flügel Stabilität verleihen und auch Farbe und Muster des Schmetterlings ausmachen. Diese Schuppen sind fein wie Staub und werden die Flügel berührt, fallen sie ab. Deshalb ist es wichtig, dass Schmetterlinge nicht gefangen und angefasst werden. Denn gehen zu viele der Schüppchen verloren, kann der Schmetterling nicht mehr fliegen und muss sterben.

Meister der Verwandlung
Interessant bei Schmetterlingen ist auch der Prozess der Entstehung. Sie sind Meister der Verwandlung, denn aus den winzigen Eiern schlüpfen kleine Raupen. Meist wurden die Eier in die Nähe einer Nahrungsquelle gelegt, sodass die kleinen Raupen sofort losfressen können. Und sie sind wahre Fressmaschinen. Sie fressen täglich das mehrfache ihres Körpergewichtes und wachsen so schnell. Da die Haut der Raupe nicht mitwächst, muss sie sich mehrfach häuten. Dieser Fress- und Wachstumsprozess der Raupen dauert bei den Arten unterschiedlich lange. Einige Arten bleiben ca. 4 Wochen im Raupenstadium, andere 10 Monate und einige überwintern sogar als Raupe.

Nach dem letzten Raupenstadium verpuppen sie sich. Auch hier gibt es Unterschiede. Grundsätzlich bildet sich jetzt aber ein fester Kokon, so nennt man die Hülle. Darin entwickelt sich aus der Raupe der Schmetterling. Auch diese Reifungsphase dauert unterschiedlich lange. Als Puppe wird nicht mehr gefressen und auch kein Kot abgesetzt, sie brauchen nur Ruhe. Manche Arten bleiben über den Winter im Puppenstadium.
Am Ende des Puppenstadiums platzen die Kokons auf und der fertige Schmetterling zwängt sich aus der engen Hülle. Die Flügel müssen nun erst entfaltet werden. Das dauert meist ein paar Stunden. Erst danach kann der Schmetterling fliegen.

Der Schmetterling hat meist lange Fühler und einen Rüssel mit dem er Nektar aus den Blüten saugt. Er hat sechs lange Beine und Facettenaugen, mit denen er einen guten Rundumblick hat. Ein Schmetterling riecht 1000mal bester als der Mensch und riecht, welche Blüten ihm schmecken werden.

Kurzes Leben
Meist leben Schmetterlinge nicht lange. Über den Winter würden sie auch gar keine Nahrung finden. Deshalb überwintern die meisten Arten als Ei, Raupe oder Puppe. Es gibt aber auch Arten, die an geschützten Orten überwintern (zum Beispiel im Schuppen oder Keller) und im Frühjahr ihre Eier ablegen. Einige wenige fliegen über den Winter sogar in den Süden. Der Zitronenfalter überlebt den Winter ungeschützt in Eis und Schnee, weil er in seinem Körper eine Art Frostschutzmittel hat.

Leider haben diese tollen Lebewesen es zurzeit nicht leicht. Wie den meisten Tieren macht ihnen der Verlust ihres Lebensraumes und die intensive Nutzung von Giften in der Landwirtschaft sehr zu schaffen. Viele Arten sind an einen sehr begrenzten Lebensraum angepasst und sterben aus, wenn dieser grundlegend verändert wird.
Die meisten bei uns heimischen Schmetterlingsarten, brauchen Wiesen, blühende Landstriche, Blühränder an Feldern. Manche leben auf Feuchtwiesen, Mooren, Magerwiesen oder anderen besonderen Lebensräumen. Sie sind wichtig für die Bestäubung vieler Pflanzen. Jeder von uns kann etwas für den Erhalt dieser schönen Flugkünstler tun, indem er sich für Reduzierung oder Verzicht von Insektiziden einsetzt, Bioprodukte kauft und im heimischen Garten auch mal eine wilde Ecke mit Wildblumen und Brennnesseln stehen lässt. Lasst Raupen leben, wenn ihr sie findet und fasst sie möglichst nicht an, weil manche auch giftig sein können. Stört Puppen nicht in ihrer Entwicklungsphase und fangt Schmetterlinge nicht, um sie sich anzuschauen.

Wer sich näher mit diesen tollen Geschöpfen befassen will, findet hier eine Übersicht zu einheimischen Arten. https://nrw.nabu.de/…/schmetterlingsarten/index.html