(Beitrag vom Familienkreis Döbeln)

Sehr viele Kinder haben Angst vor dem Einschlafen oder erleben Schreckmomente in der Nacht. Warum ist das eigentlich so und was können Eltern in diesen Momenten für ihr Kind tun?
Ängste gehören zur kindlichen Entwicklung dazu. Bereits im Babyalter wird die erste Angst der Trennung (Fremdeln) durchlebt. Im Kleinkindalter beginnt das sogenannte „magische Denken“. In dieser Phase glauben Kinder an Fantasie- und Fabelwesen. Die Vorstellungskraft der Kinder explodiert in dieser Zeit und löst damit auch Ängste und Unsicherheiten aus. Eine Trennung zwischen Realität und Fantasie müssen die Kindern erst erlernen. Im Kindergartenalter tritt die Angst vor bestimmten Situationen in den Vordergrund. Das sind beispielsweise laute Geräusche, Dunkelheit oder Unwetter. Grund dafür ist, dass Kinder Ihre Umwelt jetzt viel bewusster wahrnehmen. Allerdings sind sie noch nicht in der Lage, viele Geschehnisse davon einzuordnen oder verstehen zu können. Wichtig ist, dass Eltern die Ängste ihrer Kinder ernst nehmen. Gemeinsame Gespräche und kindgerechtes Nachfragen helfen, die Angst besser einzuordnen und die Unterschiede zwischen realen und nicht realen Ängsten zu begreifen.
Hier noch ein paar Tipps:

  • Gemeinsame Abendrituale (Geschichten, Lieder, Kuscheleinheiten)
  • Vor dem zu Bett gehen keine beängstigende Filme schauen oder gruselige Ge-
    schichten vorlesen
  • Nachtlichter geben Kindern Sicherheit
  • Tür einen Spalt offen lassen
  • Eine Kuscheldecke oder das geliebte Kuscheltier sorgen für Wohlbehagen
  • Ruhig bleiben und Geborgenheit vermitteln
  • Monstersprays (bemalter Wasserzerstäuber) oder Traumfänger können helfen

Viele Ängste sind der Beginn einer neuen Entwicklungsstufe und verlieren sich mit der
Zeit. Das Erleben und Überwinden dieser Ängste gehören zu einer gesunden Entwicklung
dazu.